Im Rahmen des Ausbaus der Betuwe-Linie, der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen, war unser Team am Bau der Eisenbahnunterführung in Rees-Haldern beteiligt. Die zentrale Aufgabe bestand in der Herstellung einer Unterwasserbetonsohle mit einem Gesamtvolumen von rund 5.000 m³ Beton.
Das Projekt erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren und stellte aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten sowie der anspruchsvollen Bauabläufe hohe Anforderungen an Mensch und Technik.
Anspruchsvolle Rahmenbedingungen
Eine der größten Herausforderungen war die unerwartete Geologie vor Ort. Die wechselnden und teilweise nicht erwarteten Bodenverhältnisse stellten sowohl unser Personal als auch das eingesetzte Equipment immer wieder vor neue Aufgaben.
Zusätzlich mussten umfangreiche Saug- und Betonagearbeiten unterhalb einer bestehenden Brücke durchgeführt werden. Zwischen der Wasserlinie und der Brücke standen dabei lediglich rund 1,20 m Arbeitshöhe zur Verfügung. Freie Zugänge waren nicht vorhanden, wodurch insbesondere die Logistik und die Koordination der einzelnen Arbeitsschritte besonders anspruchsvoll waren.
Auch die beengten Platzverhältnisse außerhalb der Baugrube erforderten eine sorgfältige Planung. Enge Zuwegungen und teilweise lange Transportwege machten eine präzise Abstimmung der Arbeitsabläufe unerlässlich.
Vielfältige Aufgaben im Projektverlauf
Im Laufe des Projekts übernahm unser Team eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeiten. Dazu gehörten unter anderem:
- Mehraushub und Herstellung des Feinplanums
- Montage von Ankerköpfen
- Reinigung der Bohrpfahlwände mit einem Wasserdruck von bis zu 600 bar
- Einbau von Betonabstellungen zur Trennung großflächiger Bauabschnitte
- Bergen von Zementsäulen
- Befreien der HEB-Träger von Betonschalungen mittels Höchstdruckwasserstrahlen mit bis zu 2.500 bar
- Abbrennen von HEB-Trägern
- Einbau des Betons für die Unterwasserbetonsohle
Die Betonage der Unterwasserbetonsohle wurde an insgesamt fünf Betonagetagen durchgeführt. Aufgrund der besonderen Einbausituation und der eingeschränkten Platzverhältnisse war hierbei eine exakte Koordination aller beteiligten Mitarbeiter und Arbeitsabläufe entscheidend.
Erfolgreicher Projektabschluss
Mit der Fertigstellung der Unterwasserbetonsohle konnte unser Leistungsumfang erfolgreich abgeschlossen werden. Im Anschluss wird die Baugrube durch den Auftraggeber gelenzt und kann damit in den nächsten Bauabschnitt übergehen.
Das Projekt in Rees hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Erfahrung, Flexibilität und eine starke Teamleistung im Spezialtiefbau sind. Gemeinsam haben wir uns den besonderen Herausforderungen gestellt und sind als Team an ihnen gewachsen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse können wir künftig in weitere anspruchsvolle Projekte einbringen.



