Im September 2018 erreichte uns ein Anruf mit der Information, dass in der Nähe von Aschaffenburg ein Schwimmgreifer mit ca. 400 t Eigengewicht inmitten eines Kiessees gekentert sei.
Wir fuhren zunächst zur Havariestelle, um uns einen Überblick über die aktuelle Lage zu verschaffen.
In Absprache mit dem Kunden wurde der Havarist sowie der Kiessee unter Wasser durch Sonartechnik vermessen und visuell aufgenommen.
Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse ergaben, dass der Havarist mit seiner Gesamthöhe von ca. 20 m nur 1,5 m vom Grund des Kiessees entfernt war. Damit war ein Verholen in Landnähe völlig ausgeschlossen. Auch die Seevermessung ergab keinerlei Möglichkeit, diesen in irgendeiner Art zu bewegen. Die daraus resultierenden positiven Bergungsmöglichkeiten waren, dass der Havarist zwar gekentert war, jedoch noch schwamm.
- Gewichte,
- Auftriebskörper und
- Bewegungsmomente
Man konnte die Anspannung und Konzentration aller Beteiligten in der Luft spüren.
Die Zugmaschinen zogen Stück für Stück den Havaristen wieder in seine ursprüngliche Position. Als die Aufbauten durch die Wasseroberfläche traten, war der Bergungserfolg nicht mehr weit entfernt. Hier übernahm zum Teil jetzt der Eigenauftrieb den Rest des Drehvorgangs und richtete den 400 t schweren Koloss nun wieder wie von Geisterhand auf.
Als der Havarist nun wieder in seiner ursprünglichen Position auf dem Kiessee zu sehen war, wich eine wochenlang anwachsende Anspannung bei allen Beteiligten und zum Teil auch bei den Beobachtern einer puren Erleichterung.
Wir waren alle sehr stolz aufeinander und haben Teamgeist und Zusammenarbeit gelebt, die mit einem solchen Ergebnis belohnt wurden.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten für dieses unvergessliche Projekt bedanken.





