Kiesförderanlage

Bergung einer Kiesförderanlage nach Sturmtief.

Kurz vor Ostern richtete Orkan „Niklas“ in ganz Deutschland große Schäden an. So auch in einer Kiesgrube, wo der Sturm in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mehrere Schwimmpontons leckschlagen ließ und einen ca. 30 m großen Teilbereich der Kiesförderanlage auf Grund setzte. Hier war der schnelle Einsatz der Firma Aqua-Nautik GmbH gefragt, um weitere Schäden zu verhindern. Die Aufgabe lautete: Sicherung und Wiederinbetriebnahme sowie Bergung des havarierten Teilbereiches der Förderanlage.

Ein solcher Auftrag benötigt einiges an Equipment. Mit zwei LKW, vollbeladen mit Pontons, sowie zwei Transporter inkl. Anhänger und Boot rückte die Aqua Nautik zur Unglücksstelle vor. Zusätzlich wurde ein 60t-Mobilkran geordert, der das benötigte Material sicher aufs Wasser brachte.

Eine der ersten Aufgaben vor Ort war die Sicherung der bestehenden Anlage, die bei weiterhin schlechten Windbedingungen drohte in die Tiefe gerissen zu werden. Dazu wurden 2×2 Koppelpontons rechts und links unter die Förderanlage geschoben, um die noch intakten Förderbänder zu sichern. Somit konnte das Team der Aqua-Nautik weitere Schäden an der Anlage verhindern.

Für die folgenden Arbeitsabläufe wurde nun aus weiteren Pontons die Basisplattform errichtet. Sie trug das gesamte Equipment wie u.a., den Tauchereinsatzcontainer, das Stromaggregat, die Seilwinde und den A-Mast. Der A-Mast in Verbindung mit der Seilwinde diente als Kran. Er wurde für die weitere Sicherung und Bergung der einzelnen versunkenen Elemente benötigt. Mit dem Boot wurde die Plattform zum Einsatzort geschoben.

Vor Ort brachte ein erster Tauchereinsatz Klarheit über die weitere Vorgehensweise zur Bergung der Förderanlage. Der Sturm hatte mehr Schaden verursacht als anfänglich vermutet. Die leckgeschlagenen Schwimmpontons hatten sich gedreht und damit die Gangway des Förderbandes erheblich beschädigt. Da auch die Zeit drängte, denn die Förderanlage sollte schnellstmöglich wieder in Betrieb genommen werden, beschloss das Team eine Bergung in mehreren Etappen.

Vorrangig wurde nun der havarierte Teilbereich gesichert und von der bestehenden Anlage getrennt. Die Elektrik, sowie die Bänder wurden unbeschädigt geborgen. Nun konnte die noch intakten Bereiche verschoben und wieder zusammen geführt werden. Dies ermöglichte dem Betreiber, dass die Förderanlage umgehend repariert und bereits am nächsten Tag wieder in Betrieb genommen wurde. Die im Wasser verbliebene Gangway, mit samt der restlichen leckgeschlagenen Pontons konnte letztendlich während der laufenden Kiesförderung gehoben werden.

Boote

Bergung verschiedener Boote und Yachten.