Der Katamaran „Antonia“ lag im Müritz See auf 6 m Wassertiefe, ca. 300 m vom Land entfernt. Die Informationen ergaben, dass der Havarist auf seiner Backbordseite lag, offene Schwimmkörper vorhanden waren und ein Hineintauchen in den Havaristen zu gefährlich war.
Die Bergungsarbeiten wurden von einer Arbeitsschute direkt vor Ort ausgeführt. Als Erstes wurde der Katamaran auf seine Rumpfseite gedreht. Auf Grund der geringen Wassertiefe kam das Wiegenprinzip zum Einsatz, d.h. der Havarist schwimmt wie in einer Wiege aus Hebesäcken auf. Durch eine Gewichtsverlagerung sind die Hebesäcke umgehängt worden und der Havarist wurde zum Hafen Sietow geschleppt. Hier kam das Wiegenprinzip noch einmal zum Einsatz und die Antonia wurde bis auf 2,0 m Wassertiefe angehoben und an den Pier des Hafens geschleppt.
Als sie mit Kopf vor Pier lag, wurden die Schwimmer gelenzt und alle Wassereintritte verschlossen. Zur weiteren Verschleppung wurden alle Leckagen versiegelt, um eine erneute Havarie zu vermeiden.
Die Antonia ist selbstschwimmend übergeben worden!





